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Theologie-Tagebuch

O Herr, werde ich Dich jemals wahrhaftig erkennen?

Diese Frage hallt schon seit langer Zeit in meiner Brust- sehnsüchtig und neugierig stelle ich sie mir bis heute immer wieder. Jedes Mal in einem anderen Ton, in einer anderen Farbe, mit einem anderen Gedanken, der mich beschäftigt. In den letzten Jahren gab es viele Gedanken, die mich immer wieder zu dieser Frage führten. Sie wuchsen aus vielen, unterschiedlichen Gesprächen und Beobachtungen und fragten immer wieder laut: Was ist für dich Wahrheit, Shirin? Wie zu leben und zu denken ist richtig und näher an der absoluten Wahrheit als alles andere?

Ein Theologie-Studium musste her. In meinem Fall mit einem Fokus auf die shiitische Theologie. Und hier sitze ich nun nach sieben Semestern und versuche all das, was ich lernen durfte, nachwirken zu lassen und zu reflektieren, vor allem aber auch in Erinnerung zu behalten, da mich viele Teile nachhaltig geprägt und inspiriert haben. In Form eines „Theologie-Tagebuchs“ möchte ich mit euch einiges, was ich gelernt und wie ich es verstanden habe, teilen und reflektieren. Ich nehme euch mit auf meine ganz persönliche Reise durch die islamische Theologie – einer systematischen, akademischen Herangehensweise an jene Religion, die ich selbst versuche zu leben und zu verstehen. Diese Reise endet nie – und so wird wohl auch diese neue Rubrik auf meinem Blog hoffentlich ein lebenslanger Begleiter sein.

 

Viel Spaß beim Lesen, auf einen regen und anregenden Austausch!

Theologie-Tagebuch

Neuste Beiträge

  • Bald ist Sommer
    „Bald ist Sommer“, pflegt mein Vater immer zu sagen, wenn die Tage nass und kalt sind und wir uns betrübt nach der Wärme und Helligkeit der Sonne sehnen. „Bald ist Sommer“, antworte ich auch diesmal zurück und finde Trost in der Erkenntnis, dass nach jedem Winter immer auch wieder ein Frühling, ein Sommer folgt. Und glücklicherweise ist es wieder so weit: Der Sommer rückt mit jedem Maitag näher und damit lassen sich auch Gedichte wieder leichter schreiben.
  • Ein Wochenende im Kloster
    Das letzte Wochenende war in zweierlei Hinsicht besonders: Ich durfte einen beeindruckenden Ort Deutschlands und die besondere Lebensweise seiner Menschen kennenlernen. Einige Erlebnisse und Gedanken hallen noch immer nach und warten sehnsüchtig darauf, geteilt zu werden.
  • Frühlingsgefühle
    Ich glaube, ich habe mich noch nie so sehr und so bewusst auf den Frühling gefreut wie in diesem Jahr. Es ist erstaunlich, wie die einfachsten Dinge durch ihre zeitweise Abwesenheit eine so starke Sehnsucht erzeugen können, dass man es kaum erwarten kann, sie wieder zu haben. Ich zumindest konnte es wirklich kaum abwarten, die Sonne in ihrer vollen Pracht wieder am blauen, wolkenlosen Himmel zu sehen. Irgendwann, wenn man die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, kommt sie dann, die Erleichterung, das Hoffnung versprechende Licht und die so wohltuende, heilende Wärme.